Telogeni efluvijum

Bei Telogen Effluvium (diffuser Haarausfall), das sehr häufig vorkommt und von welchem alle Altersstufen betroffen werden vor allem Frauen, befindet sich das Haar in einer schwierigen gesundheitlichen Lage. Nach der androgenetischen Alopezie ist dies die zweithäufigste Ursache von Haarverlust und Grund, sich um Hilfe an einen Arzt zu wenden.

 

Was ist der physiologische Mechanismus für die Entstehung dieser Krankheit?

 

te-3Es ist normal, dass sich etwa 80-90% der Haare in der aktiven Wachstumsphase (Anagenphase) befinden, während der Rest in der sogenannten Telogenphase (passive) Wachstumsphase ist. Beim telogenen Effluvium geschieht es, dass eine große Anzahl von Haaren plötzlich zur gleichen Zeit in die passive Phase des Wachstums übergeht und ausfällt. Am häufigsten wird der mittlere Teil des Kopfes befallen, seltener seitlich (temporal) und hinterhaupts (okzipital). In der Regel verlieren die Patienten nicht alle ihre Haare, aber sie werden diffus dünn und schwach, und oft ist die Kopfhaut deutlich erkennbar. Typischerweise ist ersichtlich, dass es in der vorderen Haarlinie zum Haarausfall kommt (ähnlich den männlichen Stirnecken) und die Patientinnen haben den Eindruck, dass ihr zum Pferdeschwanz gebundenes Haar an Volumen verliert. In ausgeprägteren Fällen werden von Telogeneffluvium die Augenbrauen, Scham-und Achselhaare befallen. Die Haarfollikel sind nicht dauerhaft beschädigt, nur befinden sich viel mehr Haare in der passiven Phase des Wachstums als unter normalen Umständen. Aus diesem Grund, je eher mit der Behandlung begonnen wird, besteht größere Möglichkeit den Haarausfall zu verzögern oder zu stoppen und das Haar in eine aktive Wachstumsphase zurückzuversetzen. Es gibt zwei Formen der Erkrankung: bei der einen Form, kommt es zu einem plötzlichen Haarausfall und bereits in den ersten zwei Monaten des Auftretens von Telogen Effluvium geht der größte Teil des Haares verloren (akute Form), bei der zweiten Form, fällt das Haar nach und nach ab, es benötigt mehr Zeit um in seine passive Wachstumsphase überzugehen, sodass der Haarausfall sich 6 – 8 monatelang fortsetzt (chronische Form), danach kommt es zum Stillstand.

 

Warum kommt es zur Entstehung von Telogen Effluvium?

 

teEs bestehen viele Faktoren, die dieses Krankheitsbild verursachen. Der klassische Telogen Efluvium entsteht nach der Entbindung. Das Östrogen, welches während der Schwangerschaft intensiv produziert wird, übt eine sehr positive Wirkung auf das Haarwachstum aus und verlängern die Anagenphase (aktive Phase) des Haarwachstums. Nach der Entbindung, kommt es zu einer Reduzierung der Produktion von Östrogen und das Haar, welches den Einfluss dieses Hormons während der Schwangerschaft genossen hat, geht jetzt in die passive Phase über. Alle Haare, die synchronisiert während neun Monaten ausfallen sollten, beginnen plötzlich auszufallen, was zum Telogen Effluvium führt. Den meisten Frauen gelingt es nach nur wenigen Monaten dies zu bewältigen und ihr Haar wird wieder voluminös.
Jede Diät führt auch zu Haarausfall. Man muss darauf bedacht sein, dass jedes Mal, wenn es zu einem Gewichtsverlust kommt, auch Haare verloren gehen. Daher sollten rechtzeitig Ergänzungsmittel erwogen werden, deren Einnahme während der Dauer der Diet unbedingt notwendig ist, damit dem Haar geholfen wird. Es kommt manchmal auch vor, dass das Haar ausfällt, wenn man an Gewicht bekommt.

 

Bestimmte Medikamente führen zu chronischem Telogen Effluvium, wie Antidepresiva, Betablocker auch Impfungen oder chirurgische Eingriffe.

 

Die häufigste Ursache, die in der heutigen Zeit zu TE führt, ist sicherlich Stress (akuter und chronischer, unterdrückter oder mannifestierter), darauf reagieren wir mit unserem Haar, da es einen schwachen Punkt bezüglich der Widerstandsfähigkeit darstellt (locus minoris resistentiae). Auch chronische Krankheiten und das Fehlen bestimmter Vitamine und Mineralien führen ebenfalls zu dieser Krankheit.

 

Es ist zu betonen, dass Telogen Effluvium in Zusammenhang mit anderen Zuständen, die zu Haarausfall führen, sein kann, häufigst mit der androgenen Alopezie oder der Alopezie Areata.
 

te-2Nach der entsprechenden Diagnose (Anamnese, Haarexpertise, Pulltest, Dermoskopie, Trihoskopie und eventuell Biopsie), sollte die Therapie den Lebensgewohnheiten jedes Patienten angepasst werden. Die Grundtherapie beinhaltet die Einbeziehung von Minoxidil (Lotion, das als Medikament gegen Haarausfall registriert ist) mit einer umsichtigen Anwendung und einer angemessenen Dosierung (2% ist die dafür vorgesehene Dosis), damit es nicht zum Haarwuchs am Gesicht kommt. Minoxidil darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht verwendet werden. Falls sich die Patientin zur Behandlung mit Finasterid entscheidet, ist eine empfängnisverhütende Therapie unbedingt erforderlich. Das Melatonin spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Telogen Effluvium. Neuzeitliche Behandlungen werden mit Lasertherapie durchgeführt. Laser gibt es für den Heimgebrauch und den Gebrauch in der Praxis. I Grow – Laser für den privaten Gebrauch stellt bei der Behandlung von Alopezie einen großen technologischen Fortschritt dar und ist sehr praktisch. Die Therapie wird nach einem bestimmten Protokoll zu Hause durchgeführt. Laserstrahlen stimulieren die Follikel „wecken sie auf“ um wieder in ihre aktive Wachstumsphase zu kommen. Die PRP-Therapie mit Blutplasma angereichert mit Thrombozyten und Wachstumsfaktoren, steht, wenn es um Innovation bei der Behandlung von Alopezie geht, sicherlich im Vordergrund. Eigene Wachstumsfaktoren werden in die Kopfhaut injiziert, wandern in die Follikel und lösen die aktive Wachstumsphase aus. Die Behandlung wird in der Praxis durchgeführt, je nach dem Grad des Telogen Effluviums, werden eine oder drei Behandlungen vorgenommen. Die Ergebnisse sind schon zwei Monate nach der ersten Anwendung ersichtlich. Die Haartransplantation wird so lange nicht durchgeführt, solange ein aktiver Haarausfall besteht.

 

Man muss sich im Klaren sein, dass die Behandlung von Telogen Effluvium nicht leicht ist und dass man mit jeder angewandten Behandlung sehr ausdauernd sein muss. Das, was ermutigt ist, dass in den meisten Fällen diese Therapien ausgezeichnete Resultate liefern, demnach ist es wichtig ein Vertrauensgefühl wie gegenüber dem Arzt, welcher Sie durch die Therapie führen wird, so auch zur eigentlichen Behandlung aufzubauen. Auf diese Weise werden Sie auch das Ausmaß an Stress verringern, welchen diese Erkrankung sicherlich auslöst.

 

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