Haarausfall

 

In einem gewissen Lebensalter wird fast jeder Mann oder Frau mit Haarlichtung oder Haarverlust konfrontiert. Hormone, Genetik, Alter, Autoimmunerkrankungen, Infektionen, Rauchen, Ernährung, Medikamente und Umweltfaktoren – alle zusammen beeinflussen den Haarausfall, auch seine Intensität. Der Begriff Alopezie kommt aus dem griechischen Wort alopex, das aus dem Griechischen als Fuchs übersetzt wird, die Verbindung liegt in der Tatsache, dass der Fuchs infolge von intensivem Haarausfall sein Fell zweimal im Jahr wechselt, es ist auch zu betonen, dass im alten Griechenland Füchse oft von Räude befallen waren und infolge dessen ihre Haare verloren haben. Auch das englische Wort „bald“ kahl (Glatze) bedeutet eigentlich weiß oder blass.

 

opadanjekose1Der physiologische Haarwachstum hängt von der entsprechenden Funktion der Haarfollikel ab. Normalerweise wächst das Haar in drei Phasen: Anagenphase, Katagen- und Telogenphase. Anagen ist die aktive Phase, in der das Haar wächst. Diese Phase dauert am längsten zwischen zwei und sechs Jahren. Die Katagen-Phase dauert eine relativ kurze Zeit, in dieser Phase geht das Haar langsam in eine Ruhephase über, während die Telogenphase eine Ruhephase darstellt, diese Phase dauert etwa drei Monate lang, während dieser Zeit fällt das Haar aus. Durchschnittlich befinden sich etwa 10% der Haare gerade in dieser Phase, während sich in der aktiven Wachstumsphase etwa 90% der Haare befinden. Der Haarverlust hängt von der Änderung der Dauer dieser Phasen ab. Die aktive Phase des Haarwachstums verringert sich allmählich, bis das Haar vollständig verschwunden ist. Es kommt zum sogenannten Prozess der Miniaturisierung, wobei das Haar allmählich dünner wird, und schließlich ganz verschwindet.

 

Warum kommt es zu diesem Prozess?

 

Der Prozess des Haarverlusts tritt wie folgt auf. Die Follikel verwandeln sich allmählich in kleinere Follikel mit dünnen und kurzen Haaren (Flaumhaar), der Haarzyklus wird verkürzt, eine größere Anzahl von Follikeln geht in die Ruhephase über, was als Folge erhöhten Haarausfall hat. Da die Anzahl der Zyklen jedes einzelnen Haares genetisch bedingt sind, führt ihre Verkürzung und häufiger Wechsel zum schnellerenopadanjekose2Abstellen der follikularen Aktivität, sodass es zu einem vollkommenen Verschwinden der Follikel kommen kann. Die häufigste Frage, welche gestellt wird, ist die, warum dieser Prozess nur bestimmte Haare erfasst und andere nicht? Warum fällt das Haar bei einigen Männern schon in ihren Zwanzigern ab, während bei anderen im späteren Alter. Die Antwort befindet sich in der komplexen Interaktion zwischen dem männlichen Hormon Dihydrotestosteron (DHT), den vererbten Genen und dem Älterwerden.

DHT ist ein potentes, männliches Geschlechtshormon, das durch die Umwandlung von Testosteron durch die Wirkung des Enzyms 5-alpha-Reduktase, entsteht. Das was eigentlich wirklich geerbt wird, ist die Anordnung der Follikel mit und ohne dieses Enzyms und dies wird natürlich später direkt die Prädisposition für die Entwicklung von androgenetischer Alopezie beeinflussen. Obwohl bisher angenommen wurde, dass androgenetische Alopezie (anlagebedingter Haarausfall) nur von der weiblichen Seite der Familie vererbt wird, zeugen neuere Forschungen davon, dass die Vererbung beidseitig mit unterschiedlicher Genpenetranz auftritt. Häufigst werden die Stirnecken (Schläfenbereich) und der Scheitel betroffen, aber es kann auch der gesamte Oberkopf erfasst werden. Der Hinterkopf wird niemals erfasst, deshalb wird dieses Prinzip in der Haartransplantation angewandt. Männer können in jedem Alter von anlagebedingtem Haarausfall befallen werden, manchmal sehr früh schon am Ende der Pubertät, zum Haarverlust kann es aber auch später in reifen Lebensjahren kommen. Durchschnittlich gibt es am Kopf zwischen 100 000 und 150 000 Haare, aber es ist normal, dass täglich zwischen 50 und 100 Haare ausfallen. Um die gleiche Dichte zu erhalten, ist es erforderlich, dass die ausgefallenen Haare mit der gleichen Anzahl von neu gewachsenen Haaren ersetzt werden. Wenn ein Ungleichgewicht im Ausfallen und dem Wachstum von neuem Haar besteht, kommt es zu Haarausfall. Zu sichtbarem Haarausfall kommt es, wenn etwa 50% der Dichte verloren ist.

opadanjekose3Neben der androgenetischen Alopezie, ist die zweithäufigste Ursache für Haarausfall die narbige Alopezie (Haarausfall mit Narbenbildung), sowie Autoimmunerkrankungen wie Alopecia areata (auch: Alopecia circumscripta / Areata celsis / kreisrunder Haarausfall) ), die Alopecia areata kann in die Alopezie totalis (vollständiger Verlust der Haare) oder Alopecia universalis (Verlust aller Körperhaare) fortschreiten. Es handelt sich um sehr komplexe Ursachen, die komplexe Behandlung erfordern, da sie eine komplexe Wechselwirkung von genetischen, Autoimmun- und Umweltfaktoren beinhalten.

 

Faktoren die eine wichtige Rolle beim Haarausfall spielen sind Ernährung, Rauchen sowie Stresssituationen. Eine unausgewogene Ernährung ist oft von einem Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen begleitet, sodass es aus diesen Gründen zu Haarverlust kommt. Besonderen Einfluss hat ein Mangel an Vitamin A und Eisen sowie ein Proteinmangel (unzureichende Konsumation von Fleisch). Rauchen verringert die Gesamtmenge an Sauerstoff im Körper und beeinflusst somit direkt den Haarausfall. Während einer Haartransplantation hat das Rauchen eine äußerst hemmende Wirkung auf die Verheilung, daher wird empfohlen, nicht zu rauchen. Obwohl es nicht direkt belegt wurde, dass Haarausfall durch Stress beeinflusst wird, ist es jedoch unumstritten, dass Stress sicherlich die Widerstandskraft des Körpers mindert und wenn jemand eine genetische Prädisposition zu Haarausfall hat, wird die intensive Belastung oft zum Initiator des Prozesses von Haarausfall.

 

opadanjekose4Bestimmte Medikamente beeinflussen den Haarausfall, danach Chemotherapie, Hauterkrankungen wie Psoriasis, seborrhoische Dermatitis, Hautinfektionen. Haarausfall bei Frauen ist auch oft erblich (weibliche androgenetische Alopezie) oder mit verschiedenen Hormonstörungen im Körper verbunden. Frauen sind mehr dem sogenannten saisonbedingten Haarausfall ausgesetzt, sowie dem Telogen effluvijum (diffuser Haarausfall). Auch während der Schwangerschaft, vor allem wegen des Einflusses von Östrogen, verändert sich das Haar und kann drei bis vier Monate nach der Entbindung in intensiven Haarausfall resultieren.

 

Neben Haarausfall kommt es auch häufig zu Augenbrauenverlust und Oberlippen- und Bartverlust, die Ursachen unterscheiden sich vom Haarausfall am Kopf in Nuancen, während sie manchmal in Kombination auftreten können.
Es ist wichtig sich rechtzeitig an einen Arzt zu wenden, damit eine richtige Diagnose für den Haarausfall gestellt wird. Die Prävention spielt eine wichtige Rolle, falls ein potenzieller Haarausfall oder Lichtung des Haares rechtzeitig erkannt wird. Nachdem die richtige Ursache des Haarausfalls erörtert wurde, kann Ihr Arzt eine entsprechende Behandlung vornehmen. Die Behandlung kann mit einem guten Shampoo gegen Haarausfall, mit bestimmten Lotionen (Minoxidil) oder Medikamenten (Finasteriden) erfolgen. Bei einigen Zuständen spielen Kortikosteroide eine sehr wichtige Rolle.

 

Die Lasertherapie zeigt immer mehr bedeutende Behandlungsergebnisse, nicht nur bei der androgenetischen Alopezie, sondern auch bei chronischem Efluvium was für das Endergebnis der Haartransplantation äußerst wichtig ist. Die Zelltherapie (PRP-Therapie und Zellentherapie) beweist, dass sich im menschlichen Körper vielleicht ein notwendiges Medikament befindet, nicht nur für Haarausfall, sondern auch für viele andere Krankheiten.

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Dieser Stil kann sehr gut aussehen

Wenn eine klare Indikation von Haarausfall besteht, dann ist die Haartransplantation bisher die einzige Methode um lichtes Haar oder Haarausfall dauerhaft zu lösen. Der Arzt beurteilt aufgrund einer Reihe von Faktoren individuell, ob eine Person ein guter Kandidat für dieses Verfahren ist und deshalb ist bevor man sich für eine Haartransplantation entscheidet, eine Beratung mit dem Arzt unbedingt notwendig. Wenn aber der Haarausfall so intensiv und fortgeschritten ist, dass durch eine Therapie nichts erwirkt werden kann, noch für eine Haartransplantation keine Indikation besteht, sollten Tarnungsmethoden in Betracht gezogen werden.
Eine ausgezeichnete Tarnungsmethode kann der Toppik sein, ein Spray der den Eindruck von Haarvolumen geben kann. Einige Patienten entscheiden sich für Mikropigmentation als eine Art von Lösung. Diejenigen, die sich den Kopf nicht rasieren wollen, um vielleicht besser auszusehen, können eine Perücke oder Toupet tragen. Alternative Medizin kann eine wichtige Rolle spielen.

 

Mit Haarausfall konfrontiert zu sein ist nicht einfach und es ist ein bedeutender Angriff auf das Selbstwertgefühl und das Alltagsleben. Bei Frauen ist das Haar die Grundlage für Schönheit und Anziehungskraft, während bei Männern, Jugend und Charme von größerer Bedeutung sind. Es ist wichtig den Arzt rechtzeitig zu konsultieren, um die Ursache zu ermitteln und Behandlungsmöglichkeiten zu erörtern, weil es sie sicherlich gibt.

 

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